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Tangun

 
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DER MYTHOS TANGUN - DER FÜRST DES SANDELBAUMES

 
Hwan-Ung, der Sohn des Himmelsherrschers Hwan-In, stieg, versehen mit drei göttlichen "Siegeln" seines Vaters und mit 3000 Begleitern, vom Himmel herab auf den Gipfel des Taebaek - Berges, um der Welt unten zu helfen. Er versammelte seine Begleiter unter einem alten Paktal Baum, und rief sich zum König über die Welt aus, die freilich noch nicht so groß war, wie wir sie heute kennen. Er regierte mit Hilfe der Götter des Windes, des Regens und der Wolken. Seinen Untertanen war er ein guter Herrscher, und brachte ihnen 360 nützliche handwerkliche Tätigkeiten wie das Fischen und Weben, Tischlerarbeiten sowie Kenntnisse in Landwirtschaft und Medizin bei.

Eines Tages hörte er die Gebete einer Bärin und eines Tigers, die den sehnlichen Wunsch hatten, in Menschen verwandelt zu werden. Hwan-Ung gab beiden einen Beifuß und 20 Knollen Knoblauch und ermahnte sie, dies zu essen und 100 Tage lang der Sonne fernzubleiben. Den Tiger hielt es nicht so lange in der Höhle, es drängte ihn hinaus ins Freie, und so mußte er wie bisher als Tiger weiterleben. Die Bärin jedoch, die die Bedingung erfüllte, bekam die Gestalt einer schönen jungen Frau.
Der erste Wunsch der Frau war, einen Sohn zu haben, und sie betete darum am Fuße eines Paktal Baumes. Hwan-Ung erhörte sie, sie wurde von ihm schwanger und gebar einen Sohn Tangun genannt.

Tangun gründete eine Hauptstadt in Pyong-Yang und wurde zum Stammvater des Koreanischen Volkes. Sein Land nannte er  Choson. (Das Reich der Morgenstille). Er soll von 2333 v. Chr. an über tausend Jahre, bis zur Ankunft einer anderen legendären Gestalt, der des Ki-Ja im Jahre 1122 v. Chr. Regiert haben. Tangun zog sich darauf zurück und wurde ein Berggott. Seine Lebenszeit betruf 1980 Jahre.

Im Jahre 2265 v. Chr., so wird berichtet, brachte Tangun dem Gott des Himmels, seinem göttlichen Ahnen, sein erstes Opfer dar. Später errichtete er auf der Insel Kanghwa-Do, auf dem Mani-San, einen großen Altar aus Steinen und Erde, der heute noch besteht.