Koryo-Zeit
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Die
Hauptstadt des neuen Reiches ist Kaesong (nordwestlich vom heutigen Seoul).
TAE-JO ersetzt das Kastenwesen Shillas durch einen Amtsadel, der bereits nach den Lehren des Konfuzianismus ausgewählt wird. Trotz dieser ersten konfuzianistischen Tendenzen ist es vor allem der Buddhismus, der in den folgenden Jahren das Glaubensleben der Koreaner beherrscht. Die Zahl der Mönche wuchs, und in der Zeit der Mongoleneinfälle, unter der auch die Koreaner zu leiden hatten, suchten viele von ihnen Zuflucht in Buddhistischen Tempeln. Die bedeutendste Leistung dieser Zeit ist wohl die Schaffung der berühmten TRIPITAKA-KOREANA, einer Sammlung von 81.258 hölzernen Druckstöcken mit buddhistischen Texten, mit deren Hilfe die Koreaner hofften, Buddahs Schutz vor den Mongolen zu erlangen. Sie schnitzten die heiligen Sutratexte von 1237 � 1252. Leider fielen diese Originale später einem Brand zum Opfer, wurden allerdings erneut geschnitzt, und sind heute im HAEIN-TEMPEL zu bewundern. |
| Auf dem Gebiet der Kunst
brachte es die Koryo Zeit vor allem durch die Prozellantechiken der CELADONE
zu großem Ruhm. Technisch gesehen ist Celadon ein festes Steingut
von grauer Substanz, das beim Brennen unter mind. 1.200° C wasserundurchlässig
wird. Durch den Zusatz von Eisen und einem niedrigen Sauerstoffanteil
im Ofen ergibt sich bei der Glasur der bläulich grüne Schimmer
der an Jade erinnert, und für den Celadon bekannt ist.
Literarisch wurden in der Zeit um 1145 von dem Konfuzianisten KIM-PU-SIK das berühmte Werk SAMGUKSAGI � Geschichte der Drei Reiche � verfaßt. Es handelt sich dabei um ein wissenschaftliches Geschichtswerk. Ein Jahrhundert später schrieb der buddhistische Mönch IRYON das SAMGUKYUSA � Erinnerung an die Drei Reiche- eine Sammlung von Legenden, Anekdoten und Geschichten aus der koreanischen Tradition, welches daher nicht mit der wissenschaftlichen Arbeit von Kim-Pu-Sik gleichzusetzen ist. Durch die immer wieder einfallenden Mongolen wurde das Koryo-Reich einerseits schwer in Mitleidenschaft gezogen, andererseites brachten die Eroberer auch Kenntnisse aus Astronomie, Medizin, Mathematik, und Kalenderwissenschaften. Es waren auch die Mongolen die in Korea die Baumwolle einführten. Aus dieser Zeit ist sogar noch die heutige Nationaltracht der Koreaner abgeleitet. Der HAN-BOK. Er besteht bei der männlichen Kleidung aus einem Hemd (Chogori) und einer weit geschnittenen Hose (Paji). Bei den Frauen aus einem Rock (Chima) der bis über die Brust reicht und sehr weit geschnitten ist, und einer Bluse (Chogori). Beides wird heutigen Tags meist nur noch zu besonderen Anlässen getragen. |
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